Maria Yeddes erhält den Luise Kiesselbach Preis 2017

Nur im Rahmen einer unabhängigen unbürokratischen Anlaufstelle kann „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Alleinerziehende entstehen und funktionieren.

Das Zentrum für Alleinerziehende, Grüne S.O.f.A. e. V. blickt auf eine 22-jährige Geschichte zurück. Im Zentrum treffen sich Menschen aus der ganzen Region. Den Werdegang des Zentrums begleitete Frau Yeddes seit seinen Anfängen. 
Die Projektidee einer unabhängigen Beratungsstelle für Alleinerziehende entstand an dem „Tag der Einelternfamilie“ am 16.11.1994 in Erlangen.

Die an diesem Tag vorgestellte Studie „Lebenssituation Alleinerziehender“ zeigte die schwierige Lage der Alleinerziehenden auf, die Frau Yeddes selbst als alleinerziehende Mutter mit 5 Kindern täglich erlebte.

Die Thematik war in Erlangen nicht neu, denn seit mehr als 25 Jahren war die Zusammenarbeit mit alleinstehenden Müttern ein Arbeitsschwerpunkt der Erlanger KDA Sozialsekretärin Ursula Grille in Form von Begleitung und Ermutigung von Gruppen der „Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evang. Luth. Kirche in Bayern“ (afa), Sitz im „Fischhäusla.

Dort fand am 14. Juni 1995– das Gründungstreffen, der erste offene Mittwochstreff statt – schnell stand der Name fest – Grünes S.O.f.A., Selbsthilfe-Organisation für Alleinerziehende, Mütter und Väter und ihre Kinder.
Durch die Schaffung einer ABM Stelle zum Aufbau der Unterstützungsstrukturen für Alleinerziehende konnte der Selbsthilfe Gedanke innerhalb des KDAs verwirklicht und gelebt werden. Seit 1. April 1998 bis 30. Juni 2003 hatte Maria Yeddes die Stelle als Projektleiterin inne. Sie brachte ihre Erfahrung als Alleinerziehende, ihre kritische Auseinandersetzung der bestehenden Angebote für Alleinerziehende und die fundierten Lehrinhalte ihrer Fortbildung zur Sozialwirtschafterin durch die KAB von 1995-1997 in die Arbeit mit ein. In der Zeit als hauptamtlich Tätige war auch ihr ehrenamtliches Engagement gefragt. Der Aufbau dieser wichtigen Informations- und Beratungsstelle kann nur mit persönlichem Einsatz gelingen.

Für sie ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Anliegen, deshalb entwickelte sie Ideen damit ihre Kinder im S.O.f.A. mit dabei sein konnten. Das Zentrum für Alleinerziehende e.V., gründete sich 2003 als gemeinnütziger Verein. 
Zielsetzung ist u.a. ehrenamtliche, kontinuierlich soziale Arbeit für Alleinerziehende. Frau Yeddes war damals Gründungsmitglied und sie ist seit dieser Zeit ehrenamtliche Geschäftsführerin.

Im Frühjahr 2006 erfolgte der Neuanfang in der Heinrich-Kirchner- Villa. 
Das Großprojekt „Siemens Campus“ stellt uns vor neue Herausforderungen in Hinblick auf die Standortfrage - spätestens am 30. Juni 2018 werden wir umziehen müssen - die wir sicherlich mit Hilfe von Frau Yeddes gemeinsam meistern werden.

Bürgerschaftliches Engagement wie das von Frau Yeddes ist unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft! 
"Deshalb ehrt Der Paritätische in Bayern mit dem Luise Kiesselbach Preis für Bürgerschaftliches Engagement 2017 engagierte Menschen und Mitgliedsorganisationen, die unsere Gesellschaft gestalten, Demokratie leben und neue Lösungen für soziale Probleme entwickeln."

Weitere Informationen zum Luise Kiesselbach Preis und zur Preisverleihung sind auf der Homepage des Paritätischen unter https://www.paritaet-bayern.de/der-paritaetische/mitgliedschaft/luise-kiesselbach-preis/ zu finden.

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